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Bürokratie und Sozialämter in England

In der ganzen Zeit, wo ich nun hier in England bin, auch wenn es nur zwei Wochen sind, sind mir die Sozialämter hier in England übel aufgefallen.

Meine Vermieterin, eine liebe Dame, um die 60, und ihr ältester Sohn haben in den letzten zwei Jahren unglaublich viel Mist erlebt. Leider ist das soziale Rechtssystem mehr als nur Mist, aber ich sollte wohl erst einmal am Anfang anfangen.  

Die Ex-Frau und der Sohn meiner Vermieterin, hatten angefangen miteinander zu Streiten, als er sie mit einigen ihrer Schüler küssend im Haus erwischt hatte, die Ex-Frau ist oder besser war Lehrerin, in der Schule, die auch ihr Sohn besuchte und auch immer noch besucht. Danach gab es noch weitere solcher Zwischenfälle, unter anderem auch, dass die Dame Nachrichten über einen gewissen Zeitraum mit einem ihrer Schüler austauschte, in denen doch recht obszöne Dinge standen, und hatte sich auch beim Abschlussball fotografieren lassen und dieses Bild später, im sturzbetrunkenen Zustand, als Facebookprofilbild hochludt nur um es später wieder zu entfernen und alles abzustreiten. Nun ja, jeden falls wurde die Dame, nach fahren im betrunkenen Zustand, fest genommen und verurteilt und steht nun auf der Liste der Sexualstraftäter.

Was allerdings immer noch nicht richtig feststeht, ist der Sorgerechtsstreit um die Kinder. Trotz der Tatsache, dass die Frau als sexuellauffällig gilt, wollen die Behörden dafür kämpfen und tun auch alles dafür, dass die Mutter den Streit gewinnt. Denn anscheinend, wir hier in England immer angenommen, dass die Mutter recht hat.

Die erste Sozialarbeiterin, die für den Fall zuständig war, hatte, nur weil der Sohn meiner Vermieterin etwas aufmüpfig war, also sich gegen die schlechte Behandlung der sozial Ämter wehren wollte, etwas gegen ihn. Zumal die Beamten anscheinend erst mal annehmen, dass der Vater der Böse in der ganzen Sache ist. Sie Dame war sogar so dreist und hat dem Jungen versucht ihre eigene Meinung aufzudrücken, was der Kleine mit dem Handy aufgenommen hat und dem Verteidiger seiner Eltern die Aufnahmen gezeigt.

Sie hat also egal was von den Kindern kam, auch wenn sie sich weinend und schreiend an den Tür festgehalten haben, so wie die Enkelin meiner Vermieterin das gemacht hat, sie immer wieder zu ihrer Mutter gebracht. Anscheinend werden die Kinder, die in die ganze, ich entschuldige mich für den Ausdruck, Scheiße mit verwickelt sind, vollkommen ignoriert, weil diese ja von den Eltern beeinflusst werden könnten und natürlich wurde das auch bei den Kleinen meiner Vermieterin angenommen, auch wenn der Kleine schon alt genug war um sehr wohl eine eigene Meinung zu haben. Eigentlich müsste einem der eigene gesunde Menschenverstand sagen, dass da was nicht stimmen kann, wenn die Kinder so reagieren, aber manchen fehlt der wohl. Ihr könnt euch aber vorstellen, dass er Kleine, der sowieso schon sehr schüchtern und zurückhaltend war und es auch immer noch ist, in der Schule ziemlich gemobbt wurde und sich davon immer noch nicht wieder erholt hat.

Die Mutter, die selbst ein psychische Störung zu haben scheint, und auch die Sozialarbeiterin haben den Kindern erhebliche seelische Schmerzen zugefügt oder waren der Auslöser für Solche. Das was ich so gehört habe, und ich habe einiges gehört von dem ich nicht glaube, dass irgendetwas davon gelogen ist, ist und wäre die Frau nicht in der Lage allein für ihre Kinder zu sorgen.

Nun ja solgange die Kinder nicht einfach den Eltern weggenommen werden, sind sie halbwegs sicher, denn anscheinend betreibt die englische Sozialbehörde einen regelrechten Kinderhandel. Sie bekommen Zuschüsse, wenn ein Kind adoptiert wird. Neulich gab es auch einen Fall wo den Eltern, ihr zwei Monate altes Baby, entzogen wurde, ohne dass es einen richtigen grund dafür gab. Das Kind wurde allerdings schon von jemandem adoptiert, was es den Eltern unmöglich macht ihr Baby wieder zurückzubekommen.

Es ist meiner Meinung nach ein Unding, dass so etwas heute noch passiert und meine Vermieterin wird auch, sobald die letzte Verhandlung vorbei ist, etwas gegen dieses "Rechtssystem" unternehmen und dagegen vornehmen.

 

Meine Meinung dazu ist wohl klar. Ein scheiß System was die Briten haben.

 

Schreibt mir doch mal was ihr darüber denkt.

 

Bis zum nächten mal!

 

 

10.10.15 23:03, kommentieren

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Die Angst vor der Ferne

Jeder hat mal Zweifel an irgendwas und auch ich muss sagen ich hatte kurz bevor ich hier her gekommen bin ziemliche Zweifel an dem was ich vor hatte.

Zuhause wohne ich zusammen mit meiner Mutter und einem kleinen Bruder in einem Haus und ich muss wirklich sagen ich bin ziemlich eng verbunden mit meiner Familie und ich wusste ich würde Rotz und Wasser heulen, wäre ich erst mal weg von Zuhause. Ich war sogar so irre und hatte mir kurz überlegt ob ich nicht doch Zuhause bleiben soll. Auch wenn ich das nie zu meiner Mutter sagen würde, weil ich einfach nicht so offen über meine Gefühle rede. Ich bin sehr intuitiv und weiß eigentlich immer wie sich die Menschen um ich herum fühlen und ich tue anderen nur sehr ungern weh. Ich versuche es so gut wie möglich zu vermeiden, aber manchmal tue ich es auch ohne es wirklich in dem Moment zu merken und bemerke es erst später, wo ich mich dann ziemlich mies danach fühle.

Ich weiß, dass ich eigentlich offener zu anderen sein sollte, was meine Gefühle angeht, aber ehrlich gesagt wurde ich in meinen wenigen sterblichen Jahren auf dieser Erde, schon ziemlich oft verletzt, was mich sehr vorsichtig hat werden lassen. Vor allem würde es auch alles für andere leichter machen, weil sie mich dann besser verstehen würden und auch ich mich besser davor schützen könnte enttäuscht und verletzt zu werden. Aber gut. Ich kann lange reden und am Ende tue ich trotzdem nicht was ich sage, aber vielleicht nehmt ihr euch ja was davon zu Herzen. Vielleicht ist auch das, was ich hier schreibe ein Bisschen zu persönlich, aber das stört mich wahrscheinlich erst wenn ich es wirklich abgeschickt habe.

Meine Mutter ist eine sehr offene Frau was spirituelle Dinge und der gleichen angeht. Ich glaube, dass ich deswegen auch ein Wenig offener bin für alles was um mich herum so passiert. Ich bin besonder offen für alles was um mich herum so passiert, seit ich meine beste Freundin kenne, die für mich fast schon wie eine Schwester ist. Naja, sie ist eine Schwester, wenn auch nur im Geiste und im Herzen, aber das ist mehr als leibliche Geschwister manchmal sind.

Aber mal wieder zurück zum Thema. Ich wollte ja eigentlich was über die Angst  schreiben, ins Ausland zu gehen. Am ersten Tag hatte ich mich absolut nich wohl gefühlt. Es hat sich einfach nur falsch angefühlt hier zu sein. Ich fühlte mich auch als ich von Zuhause weg bin, schon so Zwiegespalten, aber als ich dann den ersten Tag hier verbracht hatte, so absolut fehlplatziert. Natürlich gehöre ich auch nicht wirklich hier her, aber da etwas in mir sagt ich sollte hier sein, nicht nur um hier zu studieren, muss ich einfach abwarten. Meine Vermieterin ist eigentlich ein super nette Frau und ihre Enkel und der Sohn sind auch echt super, aber es ist trotzdem nicht wie Zuhause. ich muss allerdings auch sagen ich bin das erste mal seit Ewigkeiten so alleine von daheim weg. Ich war schon mal im Ausland als ich in der 11. war, aber da hab ich wirklich wie in einer Familie gewohnt, wo ich mich ziemlich schnell zu hause gefühlt habe, aber wahrscheinlich muss ich einfach ein bisschen Zeit vergehen lassen, bis ich mich richtig eingelebt habe.

Meine Uni startet wie gesagt nächste Woche, also heißt es eine ganze Weile, abwarten und Tee trinken.

Ich halte euch auf dem Laufenden, noch ließt zwar keiner aber, das heißt nicht, dass es sich nicht ändert.

5.10.15 23:21, kommentieren