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Die Angst vor der Ferne

Jeder hat mal Zweifel an irgendwas und auch ich muss sagen ich hatte kurz bevor ich hier her gekommen bin ziemliche Zweifel an dem was ich vor hatte.

Zuhause wohne ich zusammen mit meiner Mutter und einem kleinen Bruder in einem Haus und ich muss wirklich sagen ich bin ziemlich eng verbunden mit meiner Familie und ich wusste ich würde Rotz und Wasser heulen, wäre ich erst mal weg von Zuhause. Ich war sogar so irre und hatte mir kurz überlegt ob ich nicht doch Zuhause bleiben soll. Auch wenn ich das nie zu meiner Mutter sagen würde, weil ich einfach nicht so offen über meine Gefühle rede. Ich bin sehr intuitiv und weiß eigentlich immer wie sich die Menschen um ich herum fühlen und ich tue anderen nur sehr ungern weh. Ich versuche es so gut wie möglich zu vermeiden, aber manchmal tue ich es auch ohne es wirklich in dem Moment zu merken und bemerke es erst später, wo ich mich dann ziemlich mies danach fühle.

Ich weiß, dass ich eigentlich offener zu anderen sein sollte, was meine Gefühle angeht, aber ehrlich gesagt wurde ich in meinen wenigen sterblichen Jahren auf dieser Erde, schon ziemlich oft verletzt, was mich sehr vorsichtig hat werden lassen. Vor allem würde es auch alles für andere leichter machen, weil sie mich dann besser verstehen würden und auch ich mich besser davor schützen könnte enttäuscht und verletzt zu werden. Aber gut. Ich kann lange reden und am Ende tue ich trotzdem nicht was ich sage, aber vielleicht nehmt ihr euch ja was davon zu Herzen. Vielleicht ist auch das, was ich hier schreibe ein Bisschen zu persönlich, aber das stört mich wahrscheinlich erst wenn ich es wirklich abgeschickt habe.

Meine Mutter ist eine sehr offene Frau was spirituelle Dinge und der gleichen angeht. Ich glaube, dass ich deswegen auch ein Wenig offener bin für alles was um mich herum so passiert. Ich bin besonder offen für alles was um mich herum so passiert, seit ich meine beste Freundin kenne, die für mich fast schon wie eine Schwester ist. Naja, sie ist eine Schwester, wenn auch nur im Geiste und im Herzen, aber das ist mehr als leibliche Geschwister manchmal sind.

Aber mal wieder zurück zum Thema. Ich wollte ja eigentlich was über die Angst  schreiben, ins Ausland zu gehen. Am ersten Tag hatte ich mich absolut nich wohl gefühlt. Es hat sich einfach nur falsch angefühlt hier zu sein. Ich fühlte mich auch als ich von Zuhause weg bin, schon so Zwiegespalten, aber als ich dann den ersten Tag hier verbracht hatte, so absolut fehlplatziert. Natürlich gehöre ich auch nicht wirklich hier her, aber da etwas in mir sagt ich sollte hier sein, nicht nur um hier zu studieren, muss ich einfach abwarten. Meine Vermieterin ist eigentlich ein super nette Frau und ihre Enkel und der Sohn sind auch echt super, aber es ist trotzdem nicht wie Zuhause. ich muss allerdings auch sagen ich bin das erste mal seit Ewigkeiten so alleine von daheim weg. Ich war schon mal im Ausland als ich in der 11. war, aber da hab ich wirklich wie in einer Familie gewohnt, wo ich mich ziemlich schnell zu hause gefühlt habe, aber wahrscheinlich muss ich einfach ein bisschen Zeit vergehen lassen, bis ich mich richtig eingelebt habe.

Meine Uni startet wie gesagt nächste Woche, also heißt es eine ganze Weile, abwarten und Tee trinken.

Ich halte euch auf dem Laufenden, noch ließt zwar keiner aber, das heißt nicht, dass es sich nicht ändert.

5.10.15 23:21

Letzte Einträge: Erst mal ein kleines Vorwort, Bürokratie und Sozialämter in England, Christmas is coming....

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